Stellungnahme der DVG-Arbeitsgruppe Eutergesundheit zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken

Stand 03.09.2019

Für jeden Milchproduzenten ist die Eutergesundheit seiner Tiere von besonderer Bedeutung. Kein anderes Organsystem lässt sich derart engmaschig überwachen, wie das Euter: Allein durch das tägliche Melken, die damit einhergehende Eutervorbereitung und das Ansetzen des Melkgeschirrs können die vor Ort betreuenden Personen (z. B. angestellter Melker, der Herdenmanager oder der Landwirt selbst) eine Vielzahl von Informationen zum Tier – speziell aber auch zum Euter erfassen. Die zu einer klinischen Mastitis gehörenden Symptome wie Sekretveränderungen, Rötungen, Schwellungen, Schmerzhaftigkeit oder eine Störung des Allgemeinbefindens müssen sogar zu jeder Melkzeit erkannt werden, denn darauf basierend ist vom Melkpersonal unmittelbar die Entscheidung zu fällen, ob es sich um Milch handelt, die für den menschlichen Verzehr verwendet werden darf oder ob diese gesondert ermolken und entsorgt werden muss.

Um diesen besonderen Bedingungen Rechnung zu tragen hat die DVG-Arbeitsgruppe Eutergesundheit eine Stellungnahme zur Zweiten Verordnung zur Änderung der Verordnung über tierärztliche Hausapotheken erarbeitet. Diese Stellungnahme berücksichtigt die Besonderheit der Milchdrüse, die engmaschige Überprüfbarkeit durch das Melkpersonal sowie die weiteren Möglichkeiten zur Datenakquise wie Milchleistungsprüfungsdaten, Daten des Herdenmanagementsystems usw. und schließt die Möglichkeit zu einer sinnvollen durch den Haustierarzt zu erarbeitenden und vom Betrieb umzusetzenden standardisierten Vorgehensweise hinsichtlich therapeutischer Maßnahmen bei Mastitiden ein.

Stellungnahme